Tage voller Ideen, Technik und Teamarbeit

Vom 18. bis zum 20. März 2026 verwandelte sich der D-Keller der Johannes-Kepler-Schule erneut in eine kreative Werkstatt: Bei den diesjährigen MakeYourSchool Hackdays entwickelten unsere Schülerinnen und Schüler in kleinen Teams eigene technische Lösungen für Probleme aus ihrem Schulalltag. Täglich von 8:30 Uhr bis 15:30 Uhr wurde geplant, gebaut, programmiert und immer wieder verworfen – ganz im Sinne eines echten Innovationsprozesses.

Was sind Hackdays?
Was macht eine gute Schule aus? Wo gibt es Probleme? Und wie können diese mit digitalen und technischen Hilfsmitteln gelöst werden? Beim Projekt Make Your School können Schülerinnen und Schüler ihre Schule mitgestalten und sich im Programmieren, Tüfteln und Basteln ausprobieren. Die Hackdays leisten einen Beitrag zur Verbesserung der digitalen Bildung an Schulen und bringen Jugendlichen die Bandbreite digitaler und elektronischer Tools näher. Darüber hinaus soll die Fähigkeit gefördert werden, Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und eigenständig Lösungen zu entwickeln. Wissenschaft im Dialog möchte mit dem Projekt, unterstützt durch die Klaus Tschira Stiftung, neue Impulse für den Schulalltag setzen.

Hackdays – zu Deutsch „Tüfteltage“ – sind dreitägige Veranstaltungen, die in einer offenen und kreativen Werkstattatmosphäre verlaufen und im Rahmen von Projekttagen umgesetzt werden. Am Anfang der Hackdays steht immer die Formulierung eines oder mehrerer Probleme, die von den Schülerinnen und Schülern im Schulumfeld beobachtet wurden. In kleinen Teams entwickeln die Jugendlichen Lösungsansätze. Dabei stehen ihnen technische Hilfsmittel wie Werkzeuge, Sensoreinheiten oder Mikrocontroller zur Verfügung. Abschließend präsentieren die Jugendlichen ihre Prototypen vor Presse und Schulöffentlichkeit.

Von der Idee zum Prototyp

Der Einstieg fiel vielen zunächst gar nicht so leicht. Für einige war es das erste Mal, dass sie programmierten, andere hielten zum ersten Mal einen Lötkolben in der Hand. Anfangs standen daher oft Fragen im Raum wie: „Wo fangen wir überhaupt an?“ oder „Warum funktioniert das nicht?“

Doch genau darin liegt der Kern der Hackdays: Probleme erkennen, Lösungen entwickeln, Rückschläge aushalten – und weiterdenken. Schritt für Schritt entstanden aus ersten Skizzen und einfachen Versuchen immer konkretere Ideen. Aus Unsicherheit wurde Neugier, aus einzelnen Bauteilen funktionierende Prototypen.

 

 
 
 
 
 
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Tüfteln, testen, weiterdenken

Die folgenden Tage waren geprägt von intensivem Arbeiten – aber auch von vielen kleinen Erfolgserlebnissen. Wenn plötzlich ein Sensor reagierte, ein Motor lief oder ein selbstgeschriebenes Programm genau das tat, was es sollte, war die Begeisterung groß.

Natürlich lief nicht immer alles nach Plan: Kabel wurden falsch gesteckt, Programme wollten nicht starten oder Bauteile funktionierten nicht wie erwartet. Doch gerade diese Momente führten oft zu den wichtigsten Lernprozessen. Die Schülerinnen und Schüler unterstützten sich gegenseitig, tauschten Ideen aus und entwickelten gemeinsam Lösungen.

Mehr als nur Technik

Neben aller Technik entstand in den drei Tagen auch etwas, das man nicht planen kann: eine besondere Arbeitsatmosphäre. Wer mehrere Tage gemeinsam im D-Keller tüftelt, kommt automatisch ins Gespräch – über Projekte, aber auch über ganz andere Themen.

Zwischen Lötstation, Laptop und Bastelmaterial entwickelten sich viele nette Gespräche, neue Kontakte und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Genau diese Mischung aus konzentrierter Arbeit und persönlichem Austausch macht den besonderen Charakter der Hackdays aus.

 

 
 
 
 
 
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Inspirierender Impuls aus der Wissenschaft

Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Prof. Dr. Quade von der Hochschule Niederrhein am Freitag. Er gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen aus Wissenschaft und Technik und zeigte anschaulich, wie aus ersten Ideen innovative Lösungen entstehen können. Für viele Schülerinnen und Schüler war dies eine spannende Ergänzung zur eigenen praktischen Arbeit.

Die Hacks im Überblick

Die Ergebnisse der drei Tage konnten sich sehen lassen und zeigten eindrucksvoll, wie kreativ und alltagsnah die entwickelten Lösungen sind:

  • Basketmüll: Ein Basketballkorb über dem Klassenmülleimer, der erfolgreiche Würfe mitzählt und so für mehr Motivation beim Aufräumen sorgt.
  • Bob 95: Ein fahrender Roboter, der Arbeitsmaterialien im Unterricht verteilt und Lehrkräfte unterstützt.
  • Clock Runner: Ein Wecker, der sich beim Klingeln entfernt – perfekt für alle, die morgens schwer aus dem Bett kommen.
  • Freshnass: Ein Wasserspender mit integrierter Uhr- und Wetterfunktion, der an regelmäßiges Trinken erinnert.
  • Klimmzähler: Ein System für die Sporthalle, das Klimmzüge zählt und eine Bestenliste erstellt.
  • Multifunktionsampel: Eine Ampel zur Lautstärkemessung im Klassenraum, die hilft, eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Den krönenden Abschluss bildete die Präsentation der Projekte in einem Livestream auf Twitch. Die Teams stellten ihre Hacks live vor, erklärten ihre Ideen und demonstrierten ihre Prototypen.

Der Livestream machte die Ergebnisse nicht nur innerhalb der Schule sichtbar, sondern öffnete das Projekt auch für ein größeres Publikum. Damit wurde ein moderner und zeitgemäßer Rahmen geschaffen, der den innovativen Charakter der Hackdays perfekt unterstrich.

 

 
 
 
 
 
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Lernen, das bleibt

Die Hackdays 2026 haben einmal mehr gezeigt, wie wertvoll projektorientiertes Arbeiten ist. Neben technischen Fähigkeiten konnten die Schülerinnen und Schüler wichtige Kompetenzen wie Problemlösen, Teamarbeit, Durchhaltevermögen und eigenständiges Lernen weiterentwickeln. Vor allem aber wurde deutlich, wie viel Kreativität, Ideenreichtum und Innovationskraft in ihnen steckt – Fähigkeiten, die weit über diese drei Tage hinaus von Bedeutung sind.

Ein großer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz, den beteiligten Lehrkräften – insbesondere Herrn Diekmann und Herrn Kreuer – sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diese besonderen Tage möglich gemacht haben.